Jeder kennt es und hat wohl mindestens schon einmal in seinem Leben damit gearbeitet: Microsoft Windows. Das Betriebssystem, das wie kein zweites die Welt der Personal Computer dominiert hat und es bis heute tut. Das Mitte der 80er Jahre von Bill Gates und seinem Team ersonnene System hat es in seiner über 20-jährigen Geschichte geschafft, sich gegen alle Konkurrenz durchzusetzen. Nur eine Software macht Windows das Leben zunehmend schwerer: Das frei erhältliche Linux und die darauf basierenden Derivate wie Ubuntu. Selbst Länder und Kommunen haben in den letzten Jahren begonnen, ihre Systeme auf Linux umzustellen. Höchste Zeit also, die beiden Betriebssysteme einem Vergleich zu unterziehen.
Die dominierende Macht am Markt – Microsoft Windows
Windows ist mit über 90% Marktanteil am Heimcomputermarkt die am weitesten verbreitete Software überhaupt. Durch eine rigide Marketing- und Kooperationspolitik hat Microsoft es geschafft, dass beinahe jeder heute verkaufte PC oder Notebook bereits eine Version von Windows vorinstalliert hat. Das Softwareangebot ist dementsprechend gewaltig, es gibt, salopp ausgedrückt, praktisch nichts, was es nicht gibt. Vieles davon auch kostenlos. Egal ob man mit der mächtigen, aber teuren Office – Suite von Microsoft seine Büroarbeiten erledigt oder auf ein freies Programm zurückgreift, auf einem Windows – PC ist man immer versorgt. Auch Spieler sind mit Windows am Besten beraten, erscheint doch nahezu jedes PC – Spiel exklusiv für die Microsoft – Software. Egal wie exotisch die eigene Hardware auch ist, ein Windowstreiber ist fast immer erhältlich. Diese unglaubliche Vielfalt birgt allerdings auch Nachteile, so ist Windows auf Grund der hohen Verbreitung ein beliebtes Ziel von Hackern und Schadsoftware und auch die Arbeitsgeschwindigkeit lässt auf älteren Systemen oft zu Wünschen übrig, zu viele Altlasten müssen mitgeschleppt werden, um eine Komptabilität mit allen Systemen zu gewährleisten.
Linux – die Geheimwaffe für Insider
Die auf dem Workstation – Betriebssystem UNIX basierende, für den Heimanwender konzipierte, Software Linux hat sich in den letzten 10 Jahren zu einer Art Shooting Star der Softwarewelt entwickelt. Nicht verwunderlich, ist das System doch schnell (auch auf älteren Systemen), sicher, erweiterbar und vor allem kostenlos. Linux wird hauptsächlich von einer Gruppe engagierter Programmierer weiterentwickelt und verbessert und in regelmäßigen Abständen in Form einer neuen Version veröffentlicht. Wie bei Windows sind Softwarelösungen für alle wichtigen Gebiete erhältlich, die Mehrzahl davon als Freeware, die sich allerdings nur selten hinter einem Vollzeitprodukt verstecken muss. Durch die sehr aktive Gemeinschaft der Linux – Nutzer und – Programmierer wird jedes auftretende Problem schnell und unkompliziert gelöst und auch Einsteiger können sich, mit etwas Engagement, flott in das System einarbeiten. Eines der Hauptprobleme von Linux ist allerdings, dass es, trotz aller Bemühungen, in vielen Bereichen noch immer ein System von Computerfreaks für Computerfreaks ist. Vielen weniger computerversierten Nutzern fällt der Umstieg von Windows schwer bzw. fast unmöglich, auch ein Grund dafür, warum das System, nach anfänglicher Euphorie, aus Deutschen Beamtenstuben wieder fast verschwunden ist.
Für jeden das passende Betriebssystem
Egal für welches Betriebssystem man sich entscheidet, man kann nur wenig falsch machen und mit entsprechender Einarbeitszeit wird man auf beiden erfolgreich arbeiten können. Windows ist nach wie vor die erste Wahl für den Gelegenheitsnutzer, der an seinen Computer nur den Anspruch hat, dass er “funktioniert”, während Linux mehr den Technikfreak anspricht.
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